Erlauben Sie uns einen kurzen Blick in die Geschichte.
Nähen ist ein Fügevorgang, bei dem Nähgutteile nach bestimmten Stichbildgesetzen mittels Nadel und Faden durch gegenseitige Verschlingung eines oder mehrerer Nähfäden miteinander verbunden werden. Je nach Naht Art können mit dem Vorgang des Nähens aber auch Aufgaben des Befestigens, des Verzierens und des Versäuberns, ausgeführt werden. Es handelt sich um eine der ältesten Kulturtätigkeiten der Menschheit.

Soweit wir von der genauer erforschten Kulturgeschichte des Menschen, d.h. also den vergangenen ca. 12.000 bis 15.000 Jahren wissen, hat die Menschheit immer in der einen oder anderen Form genäht. Zunächst mit Nadeln aus Knochen, Dornen, Gräten, später aus Bronze und Eisen. Die verwendeten Fäden waren ganz am Anfang aus Fell, dann aus Leder, Sehnen und erst in jüngerer Zeit aus textilen Materialien. Erst das Mittelalter brachte textile Produkte wie Hanf und Seide als Nähmittel. Bis in die jüngste Vergangenheit gab es keine Alternative zum Handnähen. Die Entwicklung des Nähens zu einem industriellen Vorgang gelang erst dem technischen Zeitalter, d.h. ab Mitte des 19. Jahrhunderts, als Folge der Erfindung der Spinnmaschine.